12. November 2018
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Der 9. November 1938 in Karlsruhe

Bei Tagesanbruch sahen wir, was geschehen war: zwei jüdische Geschäfte gegenüber unserem Haus, eines für Süsswaren und eines für Herrenbekleidung, waren demoliert, die Schaufensterscheiben zerbrochen. Auf meinem Schulweg, der durch die Kaiserstrasse führte, setzte sich dies fort, auch die Buchhandlung Bielefeld, bei der wir unsere Schulbücher kauften, war verwüstet. Auf dem Heimweg kam ich an der ausgebrannten Synagoge vorbei – wie ein Menetekel pendelte im raucherfüllten Innenraum ein halbzerstörter Kronleuchter knapp über dem Boden hin und her, ein Bild, das ich nie vergessen werde. Am Marktplatz wurde ein Jude von SA-Leuten gehetzt. Was ich bei diesen Bildern empfunden habe weiss ich nicht mehr. Wahrscheinlich habe ich gar nicht begriffen, was vorgegangen war. Ich war damals elf Jahre alt.

Hanns-Christian Heyer-Stuffer
-Ehrenmitglied der FDP Karlsruhe-

20. September 2018
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Fächerbad-Wahnsinn

FDP fordert Rücknahme der neuen Preisgestaltung

Die neue Preisgestaltung im Fächerbad ist inakzeptabel. Eine Erhöhung von Preisen wird immer wieder nötig sein, eine Zerschlagung der Tarifstrukturen mit dem Wegfall einer Jahreskarte ist nicht hinnehmbar. „Änderungen und Neuerungen bergen Chancen und Schwierigkeiten, aber bestehende Vereinbarungen zu missachten, ist nicht hinnehmbar“, protestiert Stadtrat Thomas H. Hock. „Geschäftsführung und Bäderdezernent müssen jetzt handeln und die Tarifänderungen stoppen“, fordert Hock.

Es besteht eine Vereinbarung zwischen u.a. dem Bürgerverein Waldstadt e.V. und dem Fächerbad. Darin sind die Belange für Gesundheit, Freizeit, Familie und Sport in Bezug auf die Nutzerinnen und Nutzer des Fächerbades geregelt. Zusätzlich ist eine Informationspflicht von Seiten des Badbetreibers gegenüber dem Bürgerverein in Form eines Beirats geregelt. Sowohl die neuen Preise und Strukturen, wie auch die Änderung der Geschäftsführung wurden dem Bürgerverein trotz schriftlicher Anfrage nicht mitgeteilt. Dies widerspricht den geltenden Vereinbarungen und dem transparenten Dialog.

„In diesem Licht sehen die Beschwerden der Nutzerinnen und Nutzer ganz anders aus“, führt Hock aus und fordert „Bürgermeister Martin Lenz muss umgehend Stellung beziehen. Das Image des Bades und der Sportstadt steht auf dem Spiel!“

Die FDP-Fraktion fordert,…

1) …Preisänderungen und Modalitäten zurückzunehmen.
2) …Geschäftsführer Oliver Sternagel auf, sein Konzept in enger Absprache mit dem Beirat zu korrigieren.
3) …Dezernent Martin Lenz auf, Stellung zu den Vorgängen zu beziehen und sich für die Nutzerinnen und Nutzer einzusetzen.

20. August 2018
von admin
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Erfolg der badischen Liberalität

Die badische Fahne wurde wieder gehisst. „Dies ist ein Erfolg der badischen Liberalität und der Abgesang auf grünes Liberalala“, so Kreisvorsitzender der Freien Demokraten – FDP Hendrik Dörr „Es ist Symbol der Gesetzgebung der Grünen: ´Wir machen eines, aber muss man sich nicht dran halten´- Bei der Flagge Badens in Karlsruhe erinnerte sich Grün-Schwarz dann aber plötzlich an die Rechtslage.“
„Begrüßenswert ist es, dass auch OB Dr. Mentrup sein badisches Herz entdeckt zu haben scheint; interessierte ihn der Diebstahl des Diadems Hilda von Badens aus dem Badischen Landesmuseum zuerst gar nicht, so hat er sich doch engagiert gezeigt, was die Flagge betrifft; brisanter Weise einer Flaggenordnung folgend, die er selber mit beschlossen hatte im Landtag von Baden-Württemberg…“, so Dörr abschließend.

15. Juni 2018
von admin
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Wolfartsweierer Liberaler Brief Nr. 51 – Juni 2018

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

vor 30 Jahren, im Juni 1988, erschien der WoLiBri zum ersten Mal. Gegründet wurde er von Jürgen Morlock, der die Redaktion bis zur Nr. 31 (Dezember 2007) innehatte. Ab der Nr.32 (Juni 2008) führe ich die Redaktion, habe mich aber schon längere Zeit davor um den Satz der Texte gekümmert. Die Arbeit für den WoLiBri ist kurzweilig und macht mir viel Freude, nicht zuletzt wegen der Resonanz von den Bewohnern unseres Stadtteils. Natürlich ernte ich auch herbe Kritik, aber das halte ich in der Auseinandersetzung mit den politischen Mitbewerbern für selbstverständlich. Ich verspreche, auch künftig auszuteilen und einzustecken.

Schon in der Nr. 1 ist ein kleiner Beitrag unter dem Titel „Maulkorb für Parteien?“ zu finden, der sich mit dem Versuch des damaligen Pfinztaler Bürgermeisters beschäftigt, Veröffentlichungen der Parteien im Mitteilungsblatt zu beschneiden, was der Gemeinderat jedoch zurückgewiesen hat. Sie können der aktuellen Ausgabe des WoLiBri entnehmen, dass dieses Thema immer noch aktuell ist, was für ein Zufall!

Die Nr. 1 enthält auch den Beginn (ab 1978) einer Chronologie über die Aktivitäten zum Bau einer B3-Umgehungsstraße. Viele von Ihnen erinnern sich vielleicht noch an den Kampf um die richtige Trasse. Dieses Thema konnte zum Glück im Jahr 2005 positiv abgehakt werden.

Herzlichst Ihr

Wolfgang Zwirner